Es lebe ...

Miss Marple


Nach dem Tod meiner Großmutter im Jahre 2012 fand ich in deren Häuschen eine Urne.
War es tatsächlich die Asche der weltberühmten Miss Marple, die bei einer Stippvisite in der heimlichen Krimihochburg Weinheim ihren letzten Atemzug ausgehaucht haben soll? Immerhin wohnen in Weinheim überproportional viele AutorInnen!

Aber natürlich nicht! Denn eine Romanfigur kann ja bekanntlich nie sterben.

Nein, es stellte sich heraus, dass es »bloß« "Gretchen", die Schwester von Großmutter war, die aus unerklärlichen Gründen in ihrem metallenen Gefäß im Schlafzimmerschrank des alten Bauernhauses ihre letzte Ruhe gefunden hatte. (Es gibt dazu verschiedene Mutmaßungen ;))



Zusammen mit meiner überschäumenden Fantasie und dem vasenähnlichen Fund, der mittlerweile meinen Nachttisch zierte, entwickelte ich eine mörderisch kriminelle Energie.

Und so wurde aus einer bis dahin ganz normalen Hausfrau, Erzieherin und Mediengestalterin (unter anderem mittels eines Hutes und eines Morphprogrammes) die Reinkarnation der schrulligen Filmfigur, die in den 1960ern über den Bildschirm des altbekannten Röhrenfernsehgerätes huschte.
 


Eine Leidenschaft war geweckt!

Ingrid


Mord und Totschlag gehören nun zum täglich Brot wie scharfe Messer und Fliegenpilze. Und gemordet wird seitdem von früh morgens bis spät nachts. Aber nur auf dem Papier! Allerdings nur so lange, bis Partner Volker meine vielen vom Selbstzweifel getriebenen Entwürfe nicht mehr probelesen wollte. Er stürzte sich in die Hände eines zwielichtigen Musikalienhändlers, der ihm ein ganz besonders schwer zu erlernendes Instrument andrehte, eine Drehorgel.
 



Die Krimidrehorgel war geboren und wurde gleich in der Klapsmühl` in Mannheim ausprobiert.

Mit großem Schwung, denn die Mörderischen Schwestern und die Krimigrazien schickten ihre Verbrecher angesichts der schrägen Töne gleich noch schneller ins Jenseits. Also alles in allem ein mords Erfolg.

Es lebe der Krimi!

Ihre

Ingrid Reidel

(Alles noch einmal ganz sachlich ;-))

 

 

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